Wie man die 3D-Druckplatte levelt und warum?

Wer sich einen eige­nen 3D-Druck­er zugelegt hat ken­nt diesen Moment, wenn man nach dem aus­pack­en des Gerätes endlich losle­gen möchte. Voller Erwartung schal­tet man die Mas­chine an, führt das Mate­r­i­al ein und will die erste Stl.-Datei endlich zum Druck über­tra­gen. Doch genau dann kommt die Über­raschung (wenn nicht vorher bele­sen), denn der 3D-Druck­er ver­langt dass man die 3D-Druck­plat­te lev­elt.

Warum man die 3D-Druckplatte levelt

Ein 3D-Druck­er stapelt Plas­tikschicht­en die Z‑Achse aufeinan­der hoch und schafft so ein 3 dimen­sion­ales Objekt. Das bedeutet, die Schicht­en wer­den in der X- und Y‑Achse gedruckt und das auf ein­er flachen Ober­fläche. Zumin­d­est ist das so momen­tan noch, wobei Stu­den­ten an der Zürcher Hochschule für Ange­wandte Wis­senschaften bere­its an beweg­baren Druck­plat­ten arbeit­en.   

Genug von Zukun­ft und Sci-Fi, durch die Flasche Druck­fläche ist es wichtig einen gle­ich­mäßi­gen Abstand von Druck­kopf zur Plat­tform zu haben. Wenn man nicht die 3D-Druck­plat­te lev­elt kommt es zu Unregelmäßigkeit­en die sich neg­a­tiv auf das 3D Objekt auswirken. Durch die Kalib­rierung wird den Verän­derun­gen der Plat­te­naus­rich­tung durch Stöße, den Trans­port oder Objek­tent­nahme ent­ge­gen gewirkt.

Hinzu kommt natür­lich auch der Punkt, dass der Druck­kopf einen opti­malen Abstand hat, weshalb man eben­falls die 3D-Druck­plat­te lev­elt. Wenn es zu weit ent­fer­nt ist, dann haftet das aus­tre­tende Plas­tik nicht und es entste­ht von beginn an ein Fehldruck. Ist der Extrud­er zu nah am Druck­bett, dann fängt er an auf der Ober­fläche zu kratzen und die ersten Schicht­en kommt kein Mate­r­i­al raus. Klingt als wäre das nicht gut für den 3D-Druck­er und ist es auch nicht 😉

Wie erreicht man eine ebene Druckplattform und den richtigen Abstand?

Wer eines der mod­ernere Geräte ab 2015 hat und keinen Bausatz, der braucht sich an dieser Stelle nicht viele sor­gen zu machen. Geräte wie zum Beispiel der Flash­forge Find­er haben eine einge­baute Hil­fs­funk­tion bei der Kalib­rierung. Diese macht es für Ein­steiger, wie natür­lich auch fort­geschrit­tene Anwen­der, sehr ein­fach. Der Druck­kopf wird von Messstelle zu Messstelle geführt und man selb­st stellt den Abstand durch Schrauben an der Plat­te­nun­ter­seite ein.

Wer das nicht hat, der benötigt in der Regel eine manuelle Aus­rich­tung der Achsen zur Steuerung. Die ist bei den mod­er­nen Maschi­nen auch vorhan­den, benötigt man aber nur im Aus­nah­me­fall. Mit dieser kann man bei der Kalib­rierung den Druck­kopf auf die richtige Posi­tion am Druck­brett führen. Als Hil­f­swerkzeug nutzen viele Papi­er als Maßein­heit für den Abstand, welch­es sich nur noch mit leichtem Wider­stand bewe­gen lassen sollte. Das Papi­er darf dazwis­chen nicht zu fest und unbe­weglich, aber auch nicht zu lose sein.

Man darf an dieser Stelle natür­lich auch nicht vergessen die 3D-Druck­plat­te lev­elt man an min­destens 3 Stellen. Dadurch wird eine rel­a­tiv gle­ich­mäßige Ebene erzeugt, sodass auch der Abstand zum Kopf an den unter­schiedlichen Stellen während des Drucks gle­ich bleibt. Zu beacht­en ist, dass wir an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen kön­nen. Denn jedes Mod­ell wird seine Eigen­heit­en haben, Ein­stell­funk­tio­nen und Hil­f­swerkzeuge. Bei Fra­gen kön­nt Ihr uns ganz ein­fach per Kon­tak­t­for­mu­lar kon­tak­tieren und wir helfen euch weit­er.

Fazit zur ganzen Kalibrierung

Wenn man seine 3D-Druck­plat­te lev­elt ist das ein­er dieser Momente wo man sich wun­dert, dass das noch nicht gelöst wurde. Der Gedanke ist richtig und daran arbeit­en viele 3D-Druck­er Her­steller, um ein besseres Kun­denge­fühl und Erleb­nis zu gestal­ten. Deshalb gibt es momen­tan auch erhe­bliche Unter­schiede bei den Unternehmen und deren Geräte. Bis das gelöst ist bleibt das Lev­eln von 3D-Druck­ern ein nötiges „Übel“, welch­es einem wenig­stens ein wenig über das eigene Gerät beib­ringt.

Bald kommt der Tag, da erzählen wir Anderen nos­tal­gisch noch von den Zeit­en in denen man per Hand mit Papi­er die 3D-Druck­plat­te lev­elt hat 🙂

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