ABS vs PLA: Sind Abgase von Plastik 3D-Druckern gesundheitsschädlich?

3D-Druck­er pro­duzieren durch das erhitzen des Plas­tik­ma­te­ri­als (Fil­a­ment) Abgase. Der Duft dieser Abgase ist sehr markant und bre­it­et sich im ganzen Raum aus. Optisch soll­ten jedoch nichts erkennbar sein, da das Fil­a­ment nur erhitzt und nicht ver­bran­nt wird — falls doch sofort aus­machen irgen­det­was läuft falsch 😉

Sollte der 3D-Druck­er also das Plas­tik­ma­te­r­i­al ord­nungs­gemäß erhitzen/schmelzen, stellt sich die Frage ob diese Abgase von Plas­tik 3D-Druck­er eigentlich gesund­heitss­chädlich sind? 

Sind Abgase von Plastik 3D-Druckern gesundheitsschädlich?

Hier­bei möcht­en wir nochmal ganz klar her­vorheben, dass es sich um 3D-Druck­er han­delt die mit Plas­tik druck­en. Es gibt auch andere Mod­elle wie bspw. von Form­labs die mit Harz druck­en oder sog­ar mit Met­all etc. beson­ders auf indus­trieller Ebene. In dieser Diskus­sion sehen wir mal ab von speziellen Mate­r­i­al die bspw. Holz sowie Met­alle imi­tieren oder ver­rück­te Bestandteile haben wie Hanf.

Bei Plas­tik 3D-Druck­ern gibt es eben­falls eine Unter­schei­dung zwis­chen Materialien/Filament wie bspw. ABS und PLA. Dabei gilt gemein­hin die Mei­n­ung, dass ABS 10x Mal so gesund­heitss­chädlich ist wie PLA. Dabei sind ABS und PLA die 2 Haupt­ma­te­ri­alien im Pri­vat­ge­brauch momen­tan . Auch wenn der gesund­heitliche Fak­tor durch Abgase sehr entschei­dend ist, so liegt der Grund für den kauf von ABS oder PLA oft wo ganz anders.

ABS und PLA ver­hal­ten sich während des Druck­prozess­es grund­ver­schiede­nen und haben unter­schiedliche Anforderun­gen an 3D-Druck­er. ABS benötigt durch die Mate­ri­albeschaf­fen­heit eine beheizte Druck­plat­tform. Andern­falls kommt es zu extremen Mate­ri­alkrüm­mungen im Fun­da­ment des Druck­ob­jek­tes (auch bekan­nt als Warp­ing). Dies ist auch bei PLA der Fall, jedoch in einem viel gerin­gen Aus­maß was mit ver­schiede­nen Hil­f­s­mit­teln und Tech­niken gelöst wer­den kann. 

Aus diesem Grund entschei­det die Mehrheit der Anwen­der (Mak­er) über das Fil­a­ment auf Basis dieser Fak­toren: Hat mein 3D-Druck­er eine beheizte Druck­plat­tform? Wie groß soll mein Objekt sein? Habe ich die nöti­gen Hil­f­s­mit­tel etc. Doch nur wenige stellen sich die Frage, welche der bei­den Mate­ri­alien bess­er für die eigene Gesund­heit ist (,falls man kein Lüf­tungssys­tem hat oder im Keller druckt). 

PLA Absage unbedenklicher als ABS?

Bevor wir hier lang in Schrift­form das Resul­tat des Tests beschreiben, ver­weisen wir euch lieber auf das Orig­i­nalvideo auf Youtube. Die kurze und knappe Antwort lautet, die Absage von ABS ist mind. 10x Mal schädlich­er als PLA und sog­ar über 60x Mal schädlich­er als PET-G. 

Fazit zur Analyse der Abgase

Schlußendlich kommt es immer auf die eigene Sit­u­a­tion und den Kon­text bei der Anwen­dung an. Z.B. wer nicht viel neben dem 3D-Druck­er sitzt oder in einem anderen Raum druckt. Den­noch muss sich jed­er die Frage stellen, warum er über­haupt ABS benutzen will?

Den einzi­gen Grund den wir sehen ist, wenn jemand die beheizte Druck­plat­te in einem abgeschlosse­nen 3D-Druck­er gegenüber den erwäh­n­ten Hil­f­s­mit­teln und Tech­niken bevorzugt. Schließlich hat man auch für das Fea­ture bezahlt und kann/sollte es nutzen. Den­noch bietet sich auch in diesem Fall wirk­lich an, je nach Größe des Objek­ts, zwis­chen bei­den Mate­r­i­al zu wech­seln.  Grund ist, dass man die beheizte Druck­plat­tform auch ein­fach auss­chal­ten kann.

Wir hof­fen diese kleine Ein­leitung hat euch geholfen die Abgase beim 3D-Druck­en bess­er einzuschätzen. Bei Fra­gen ste­hen wir euch gerne in den Kom­mentaren hierunter oder über per E-Mail zur Ver­fü­gung.    

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