Rentiert sich ein 3D-Drucker zu Hause?

Neben der Tat­sache, dass für viele Men­schen unklar ist, welche Möglichkeit­en ein 3D-Druck­er bietet, gibt es weit­ere offene Fra­gen. Die wichtig­ste von Allen ist: Ren­tiert sich ein 3D-Druck­er über­haupt zu Hause? Die Antwort hier­auf ist ein­fach und unspek­takulär, Sie heißt Ja. Zumin­d­est wenn man sich nach ein­er amerikanis­chen Studie richtet.

Der Artikel mit dem Titel „Emer­gence of Home Man­u­fac­tur­ing in the Devel­oped World: Return on Invest­ment for Open-Source 3-D Print­ers“ betra­chtet diesen Umstand im Detail. Es wur­den gün­stige bis teure Objek­te aus den unter­schiedlich­sten Anwen­dungs­bere­ichen betra­chtet. 100 Pro­dukt klin­gen zwar ger­ing, jedoch Bedarf es inno­v­a­tiv­en Ideen, die durch die Neuheit des 3D-Druck­en nur teil­weise vorhan­den sind.

Danach hat man die Ver­wen­dung auf einen Zeitraum von 5 Jahren hochgerech­net und die Kos­ten­dif­ferenz errech­net. Das heißt zum Beispiel Kosten für das Objekt A wur­den zwis­chen dem addi­tiv­en Ver­fahren und herkömm­lichen Preisen ver­glichen. Das Resul­tat: Eine Ren­dite von mehr als 100% nach 5 Jahren.

Rentiert sich ein 3D-Drucker und für welche Objekten?

Ein paar der fol­gen­den Beispiel zeigt in welche Rich­tun­gen die Arbeit der Wis­senschaftlich­er des Michi­gan Tech­nolo­gial Uni­ver­si­ty ging bzw. beschäftigte. Man muss jedoch gle­ich erwäh­nen, dass hier­bei einige Annah­men genom­men wur­den und Unter­schiede unberück­sichtigt blieben. Zum Beispiel kann man zwar eine Handy Hülle druck­en, jedoch kommt diese nur bed­ingt an herkömm­liche Ver­fahren ran, selb­st mit flex­i­blem Mate­r­i­al.

Objek­t­beispiele:

  • Löf­fel­hal­terung
  • Par­ket­tecke
  • Glashal­ter
  • Duschkopf
  • Handy-Hülle
  • Poke­ball
  • Ski­hal­terung für die GoPro

und das Alles allein mit einem 3D-Druck­er hergestellt. In wieweit eine Per­son bere­it ist die Sicher­heit sein­er GoPro eine 3 dimen­sion­al gedruck­ten Pro­dukt zu über­lassen und mit welchem Ver­fahren, sowie Mate­r­i­al, der Duschkopf hergestellt wurde, bleiben offen und anzuzweifeln.

Rentiert sich ein 3D-Drucker zu Hause Bild mit unterschiedlichen Objekten

Kritik an der Studie: Rentiert sich ein 3D-Drucker?

Obgle­ich wir die Aus­sage unter­stre­ichen möcht­en, dass 3D-Druck­er rentabel sind und nicht nur ein Spielzeug, so darf unser Blog Beitrag trotz­dem nicht nur ein­seit­ig beleucht­en. Denn am Ende wird der Aspekt von 5 Jahren Rentabil­ität kaum ein­halt­bar sein, auf­grund von Defek­ten oder Neukäufen. Let­ztere braucht man nicht immer, den­noch gibt es in diesem Aspekt unzure­ichen­des Wis­sen über Inno­va­tio­nen. Des weit­eren ist es schwierig den eige­nen Nutzen und nötige Ken­nt­nisse für per­son­al­isierte 3D gedruck­te Objek­te zu bew­erten.

Ein weit­er­er Punkt ist die rig­orose Anwen­dung des Vorge­hens, da es kein­er­lei Schema­ta oder Über­legun­gen gibt trotz eigen­em 3D-Druck­er tra­di­tionelle Pro­duk­te zu wählen. Nehmen wir an jemand benötigt eine Hülle für sein Handy und druckt ein Exem­plar als Probe. Dieses ist jedoch zu hart und passt auch nicht opti­mal auf das Mobil­tele­fon. Nach einem zweit­en Ver­such der scheit­ert entschei­det sich der Anwen­der selb­st im Laden ums Eck eine qual­i­ta­tiv hochw­er­tigere Hülle zu kaufen. Dadurch ver­liert ein Mak­er sog­ar Zeit und Geld, weshalb es Anpas­sun­gen in der Herange­hensweise der Studie geben muss.

Positiver Aspekt der Studie

Um die Frage „Ren­tiert sich ein 3D-Druck­er“ kor­rekt zu stellen und analysieren ist ein Bruch mit dem üblichen Silo-Denken notwendig. Das bedeutet Unternehmen müssen aufhören in ein­er eige­nen Welt fernab des eigentlichen Kun­den und Nutzers zu denken. Deshalb find­en wir es höchst vor­bildlich, dass Emil­ia E. Petersen und Joshua Pearce die Nachteile eines Ein­steigers berück­sichtigten.

Eine Per­son die erst anfängt kann nicht mit einem erfahre­nen Mak­er mithal­ten, da es viel Einar­beitungszeit und Übung bedarf. Aus diesem Grund haben die Forsch­er Neulinge für den Anfang testen lassen, welche beson­ders anfänglich hohen Her­aus­forderun­gen ent­ge­gen standen. Aus diesem Grund ist der Artikel unser­er Mei­n­ung nach repräsen­ta­tiv für die Gesamt­bevölkerun­gen in west­lichen Län­dern, aus­ge­hend von einem ähn­lichen Tech­nolo­giev­er­ständ­nis.

Fazit: Rentiert sich ein 3D-Drucker wirklich?

Dieser Artikel zur Rentabil­ität des 3D-Drucks ist eine wichtige Arbeit und zeich­net ein Bild der Zukun­ft mit 3D-Druck­ern in den Häusern ab. Wir begrüßen die Bemühun­gen zur quan­ti­ta­tiv­en Analy­sen in diesem Bere­ich und hoffe auf weit­ere Werke in diese Rich­tung. Den­noch hat die Studie eine große Verbesserungsmöglichkeit, da Sie die Abhängigkeit­en durch einen Ver­gle­ich zwis­chen herkömm­lichen und 3D-Druck Objekt nicht abbildet.

Daher kann eine Studie im näch­sten Schritt Ver­such­skan­di­dat­en zwis­chen unter­schiedlichen Lösun­gen wählen lassen. Dadurch erhält man real­is­tis­chere Wert, als diese vol­lkom­men the­o­retis­chen Zahlen und binären Hand­lung­sop­tio­nen. Eine mögliche Ein­schätzung kön­nte auch der langfristige Lern­er­folg und Nutzen durch die Tech­nolo­gie für einen selb­st oder die Kinder sein, wie es in den let­zten Jahrzehn­ten mit Com­put­ern war.

Bei Fra­gen oder Anmerkun­gen sind wir gerne über die Kom­men­tar­funk­tion hierunter erre­ich­bar. Für einen direk­ten Kon­takt ste­hen per Kon­tak­t­for­mu­lar zur Ver­fü­gung.

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